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3. Platz beim Fairness Award 2010. Frau Ministerin Schmied hat uns den Preis persönlich überreicht und auch Herr Präsident des Landesschulrates hat uns gratuliert! Unsere Schule ist sehr stolz auf diesen Preis, der zeigt, dass dieses Projekt auch gewürdigt wird! 
| Schulfach Glück Die Schule rangiert in der Beliebtheit bei Kindern ungefähr so hoch wie der Besuch beim Zahnarzt. Dies sollte uns veranlassen, das Schulfach „Glück“ einzuführen. Die SchülerInnen sollen erfahren, dass Glück erlernbar ist und sich im glücklichen und efolgreichen Tun widerspiegelt. | Glückliche Menschen … Ziele: Das Wohlbefinden ist der Mittelpunkt der schulischen Arbeit. Erst in einer positiven Grundstimmung und in einer wohlwollenden Umgebung ist Lernen möglich, nur dort können Fähigkeiten wachsen. Aber was ist Glück überhaupt? Empfindet es nicht jeder anders? Gerade als Schüler? Fragt man die Schüler, kommt man relativ schnell dahinter: „Ich bin glücklich, wenn alle nett sind, in einer guten Gemeinschaft fühle ich mich eben wohl“, sagt Kosovare. „Ich bin glücklich, wenn ich an etwas Schönes denke“, sagt Theresa. Wir wollen unseren SchülerInnen…Verantwortung übertragen Mut und Zuversicht zum Leben und Lernen geben die Befähigung geben, Konflikte gewaltfrei lösen zu können die eigenen Stärken sichtbar machen dabei helfen, das Klassenklima und damit die Beziehungen untereinander zu verbessern
Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit gedeiht dort am besten, wo das Lernen und das Zusammenleben Freude macht. Wir Lehrer müssen die Persönlichkeitsentwicklung der uns anvertrauten SchülerInnen sehr ernst nehmen!
Glück und Schule, passt das in der heutigen Zeit zusammen?Im Rahmen meines Studiums „PROvokativpädagogik“ an der Donau Universität Krems bei Frau Dr. Rotraud Perner kam ich mit dem „Schulfach Glück“ in Berührung. Diese Art zu unterrichten faszinierte mich vom ersten Moment an und ich setzte alles daran, dieses Fach auch in meiner Schule (vorerst einmal nur in meiner Klasse, der 4c der Dr. Theodor Körner Hauptschule 4 in St. Pölten) einzuführen. Das Problem mit der Gewalt ist im städtischen Bereich sicher höher, allein schon durch die zunehmende Vermischung mit Zugereisten. Verschiedene Kulturen treffen aufeinander, eben nicht immer friedlich. Glückliche Kinder sind aber nicht so gewaltbereit, davon bin ich überzeugt. Meine Kollegin Anita Kürzel (bzw. vorher Martina Matitz) und ich arbeiten schon seit Jahren mit großem Erfolg in diese Richtung. Ich messe dem Glück viel Bedeutung bei und hoffe, dass wir uns deutlich von anderen Klassen abheben, was die Vorfälle mit Gewalt betrifft. Glück dient also der Gewaltprävention. Wenn ein Kind sich in der Schule wohlfühlt, lernt, dass man Konflikte auch anders als mit den Fäusten austragen kann, dann haben wir viel erreicht!
Viele Menschen denken an ihre Schulzeit nicht nur verklärt zurück, sondern fast jede/r von uns hat irgendwann ein negatives Erlebnis gehabt. Oft war nur der Gedanke ans Durchkommen, egal wie, vorhanden. Eben auch bei LehrerInnen. Wir LehrerInnen fühlen uns von der Bevölkerung nicht genügend geachtet, werden als Faulpelze und Ferienmacher abgestempelt. Also keine besonders guten Bedingungen, um das Fach Glück einzuführen. Fast alle Kinder freuen sich auf ihren ersten Schultag. Dieser wird mit einer Schultüte positivmotiviert und man bekommt als Kind das Gefühl vermittelt, endlich in die Welt der Erwachsenen einzutauchen.
Leider ist es schon bald vorbei mit dem Glücksempfinden. Die vierte Volksschulklasse entscheidet, ob ein Kind das Gymnasium oder doch „nur“ die Hauptschule besuchen darf. Stress und viele Tränen von Kindern und Müttern werden von der Schule in die Familien getragen. Wo ist das Glück geblieben? Diese Freude, in die Schule zu gehen?
Mit der Einführung eines neuen Schulfaches soll dem Glück nun wieder auf die Sprünge geholfen werden.
Glück ist meist ein Gefühl der Hochstimmung, ein kurzer Moment, wie man dies etwa bei einer bestandenen wichtigen Prüfung oder einer tollen sportlichen Leistung empfindet. Das Glücksempfinden sollte aber ein dauerhaftes Gefühl werden, kurz gesagt: „Lebenszufriedenheit“. Dieses dauerhafte Gefühl soll im Unterrichtsfach Glück entstehen.
Die Kinder einer Klasse unterstützen einander beim Erreichen dieses Strebens nach Glück. Glück ist jedoch nicht von heute auf morgen erreichbar, sondern bedeutet einen länger dauernden Prozess, ein Ziel, auf das hingearbeitet wird. Die Kinder brauchen Geduld und Ausdauer, es zu erreichen. Natürlich gibt es auf diesem Weg auch Niederlagen, doch der positive Umgang damit soll in der Schule geübt werden. Da bietet sich das Netzwerk Schule bzw. Klasse gut dafür an.
Wir als PädagogInnen sind aufgerufen, Kindern Wertevorstellungen mitzugeben, ihnen zu helfen, einen Platz in der Gemeinschaft zu geben und Lebens- und Sozialkompetenz zu fördern.
Doch nicht nur uns LehrerInnen kommt die Erziehungsarbeit zu, in erster Linie sollten die Eltern daheim die Kinder zu glücklichen Menschen machen. Doch wie soll man es anstellen, wenn man allerorts mit Begriffen wir „Autoritäre Erziehung“, „Antiautoritäre Erziehung“, „Laissez-faire“ usw. konfrontiert wird?
Da sich die Lebensbedingungen verändert haben, müssen wir auch das berücksichtigen. Wie viele Kinder gibt es, die ein intaktes Elternhaus haben, wo regelmäßig gemeinsame Mahlzeiten eingenommen werden, wo Eltern mit dem Kind einfach nur reden? Kinder verbringen den Großteil ihrer Zeit in der Schule, somit müssen hier andere Angebote geschaffen werden.
Durch gemeinsame Projekte, Klassenfahrten, Feste und gemeinsam verbrachte Tage auf Projektwochen entsteht ein Gemeinschaftsdenken, ein positives Klima. Wie soll man es schaffen, die Gratwanderung zu schaffen, Kinder sowohl so zu formen, dass sie in der Gesellschaft bestehen können als auch, sie glücklich zu machen? Und das alles ohne Gewalt und noch dazu gesund an Leib und Seele?
Hier sahen wir uns gefordert, das Schulfach Glück als Unverbindliche Übung, also ohne Benotung, einzuführen. Aufbau:Projektstart am Beginn des Schuljahres 2009/2010.
Fächerübergreifender Projektunterricht das gesamte Schuljahr Klasse renovieren: In einer schönen Umgebung lernt man lieber Fairständnis – Projekt -> fördert das Gemeinsame (Eltern in den Schulalltag mit einbeziehen) Dialogrunden als Fixpunkt Bewegung! -> Kurzturnen Selbstständiges Arbeiten in möglichst allen Fächern Gewaltfrei: Konfliktlösungsstrategien Außerschulische Stellen (Steppenwolf, Ampel) Friedenstreppe Rituale (sind sehr wichtig für Kinder!)
Fördermöglichkeiten durch Lerngruppen Gute Schüler fordern, schwache Schüler fördern! Gute Schüler bieten Unterstützung für schwache Schüler -> Netzwerke für Kinder! Gute Schüler lernen, wie sie anderen etwas erklären
Vorgehensweise: Raum außerhalb der Unterrichtszeit zur Verfügung stellen. Den SchülerInnen vermitteln, dass sie Vorteile davon haben, wenn sie anderen etwas erklären. Glücklich ist nicht nur der, dem geholfen wird, sondern auch der, der hilft!
Die SchülerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, sich z.B. am Nachmittag in der Klasse treffen zu können, um gemeinsam zu lernen. Kinder brauchen Arbeitsraum. Netzwerk braucht eine Umgebung! Jedoch mit Aufsicht! Vertrauen herstellen. PC mit Internetzugang, Drucker. Wöchentliches Versetzen der SchülerInnen -> Keine Gruppenbildung -> SchülerInnen passen besser auf Lernen lernen! Das wird in der Schule nie vermittelt. -> Lerntypentest – welcher Typ bin ich? SchülerInnen sollen für einen Test nach der für sie am besten geeigneten Methode lernen. Evaluation -> Feed back schreiben. Wie ist es mir dabei gegangen? Tests: SchülerInnen erarbeiten selber den Stoff. Themen werden vorgegeben, Literatur und Materialien werden zur Verfügung gestellt. SchülerInnen dürfen den Unterricht mitgestalten. Evaluation: Feedbackbogen am Ende des Schuljahres austeilen.
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